Rote Augen entfernen

Rote Augen durch den Einsatz von eingebauten Kamera-Blitzen gehören eigentlich der Vergangenheit an. Die meisten Kameras arbeiten heute mit einem “Vorblitz”, um diesen Effekt zu verhindern. Sollte es aber dennoch einmal passieren, bietet Lightroom das richtige Werkzeug dafür.

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Auch wenn es schwer war – ich habe ein Bild mit dem sogenannten Rote-Augen-Effekt gefunden.

Normalerweise haben Digitalkameras, selbst im Niedrigpreissegment, einen Vorblitz, der die Pupille schließt, um diesen Effekt zu vermeiden. Mithin kommt dieser unerwünschte Effekt kaum mehr vor. Dennoch schön, dass Lightroom dafür ein Werkzeug anbietet.

 

Wir markieren das Bild und drücken die Taste D, um das Entwicklungsmodul zu öffnen. Das sogenannte Rote-Augen-Korrektur-Werkzeug befindet sich dort in der Werkzeugleiste.

 

Durch Klick auf das Augensymbol wird das Werkzeug aktiviert und wir sehen nun die Werkzeugoptionen.

 

Jetzt ist bis auf eine Erklärung, was zu tun ist, nichts zu sehen. Das ändert sich erst, wenn ich mit dem Werkzeug ins Bild klicke. Bevor ich das tue, sehe ich, dass sich der Mauszeiger verändert hat. Er hat sich in eine Art Fadenkreuz mit einem roten Punkt in der Mitte verwandelt.

 

Ich muss jetzt die Maus so über das Auge positionieren, dass sich der rote Punkt in der Mitte der Pupille befindet. Halte ich die Maustaste gedrückt und ziehe, verändert sich die Größe des Fadenkreuzes. Auf diese Weise kann ich die Größe der Pinselspitze individuell anpassen. Als Richtwert gilt:

Die Pinselspitze sollte in etwa die Größe des Auges haben.

Da das hier noch nicht der Fall ist, klicke und ziehe ich an der Maus, bis der Durchmesser der Werkzeugspitze den erforderlichen Durchmesser erreicht.

 

Wenn ich jetzt die Maus loslasse, wird der Effekt angewendet.

 

Eigentlich sieht das jetzt schon perfekt aus. Dennoch schauen wir uns einmal die Werkzeugpalette an:

Hier habe ich zweierlei Optionen:

Zum einen kann ich hier mittels Regler die Pupillengröße verändern, wenn der zuvor beschriebene Arbeitsschritt nicht zum Erfolg geführt haben sollte. Zum anderen habe ich mit dem Regler Abdunkeln die Möglichkeit, die Deckkraft des Effektes stufenlos einzustellen.

 

Ich bin aber mit dem Ergebnis zufrieden und führe das gleiche Prozedere an dem anderen Auge aus. Sobald ich das erledigt habe, klicke ich auf die Schaltfläche Fertig unten rechts in der Werkzeugleiste und schließe damit den Dialog.

Das war's auch schon.

 

Alternativ kann man das auch mit dem Korrekturpinsel machen. Einfach die Pinselspitze an die Pupillengröße anpassen, auf die Pupille klicken und die Sättigung verringern.

 

Um den Pinsel in der Größe und Kante beurteilen zu können, nutze ich die Pinselüberlagerung als Vorschau (hier auf Grün eingestellt, da die Pupille ebenfalls Rot ist). Wenn die Pupille dann noch zu hell ist, einfach die Belichtung etwas zurücknehmen.

 

Wenn man die obigen Einstellungen dann als neue Vorgabe speichert, …

 

… kann man so auf das Rote-Augen-Korrektur-Werkzeug ganz verzichten. Ich brauche nur noch einen entsprechenden Namen für die Vorgabe zu vergeben …

 

… und schon erscheint die neue Vorgabe im Menü:

Beim nächsten Mal kann ich dann auf diese Vorgabe zurückgreifen und schnell mit dem Korrekturpinsel arbeiten.

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