Raster- und Lupenansicht

Bei der Arbeit im Bibliotheks-Modul muss man ständig zwischen der sogenannten Rasteransicht und der Lupenansicht wechseln, um Bilder zu sichten und zu beurteilen. Um diesen Workflow zu erleichtern, bietet Lightroom eine Vielzahl von Funktionen innerhalb der Ansichtsmodi.

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Die Zielsetzung dürfte klar sein. Um Bilder anständig verwalten und beurteilen zu können, benötige ich zweierlei Ansichtsmodi; zum einen eine sog. Rasteransicht, bei der eine Vielzahl von Bildern gleichzeitig in einer Art Übersicht angezeigt wird und zum anderen eine vergrößerte Ansicht, um einzelne Bilder zu evaluieren. In Adobe Lightroom unterscheidet man zwischen der

Rasteransicht und der
Lupenansicht

Beginnen wir mit der Rasteransicht. In der Rasteransicht werden die Bilder in einem Raster nebeneinander als Thumbnails dargestellt:

 

Um zur Rasteransicht zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Zunächst kann ich über das Menü Ansicht>Raster dorthin gelangen.

 

Das ist wohl die umständlichste Möglichkeit, aber wenn ich diesen Weg zu Anfang öfters nutze, kann ich mir das dazugehörige Tastenkürzel einprägen, da im Menü auch immer die entsprechenden Tastenkürzel angezeigt werden.

Das Tastenkürzel lautet übrigens: G wie das englische Grid für Raster.

Ich nutze fast immer das Tastenkürzel, aber wer lieber mit der Maus arbeitet, der kann die Rasteransicht auch über die dazugehörige Schaltfläche in der Werkzeugleiste erreichen:

 

In der Rasteransicht kann ich das Aussehen der Vorschauen bzw. Thumbnails verändern.

Zunächst kann ich die Größe der Vorschaubilder stufenlos einstellen, indem ich den Schieberegler rechts in der Werkzeugleiste nach links bzw. rechts schiebe.

 

Sollte bei euch dieser Regler nicht zu sehen sein, so liegt das an euren Einstellungen. In diesem Fall klickt ihr auf das graue Dreieck ganz rechts in der Werkzeugleiste und aktiviert diesen Slider, indem ihr einen Haken bei Miniaturgröße setzt.

 

Für die Rasteransicht gibt es aber auch eigene Ansicht-Optionen. Die verschiedenen Modi findet man im Menü Ansicht>Rasteransichtsziel. Zusätzlich zur Standardansicht gibt es:

Kompakte Zellen und
Erweiterte Zellen.

 

Der Unterschied ist in den nächsten drei Bildschirmfotos zu sehen: In der Standardansicht sieht man nur die reinen Thumbnails ohne jede Dateiinformation:

 

In der kompakten Ansicht sehe ich links oben in der Ecke der Vorschau eine durchlaufende Nummer und an dem schwarz-weißem Symbol rechts unten in der Ecke kann ich erkennen, dass das Bild über Entwicklungseinstellungen verfügt.

 

In der erweiterten Ansicht sehe ich darüber hinaus Informationen wie den Dateinamen, die Pixelmaße und eine kleine Leiste mit 5 Punkten für die Bewertung.

 

Wenn ich zwischen den einzelnen Ansichtsmodi in der Rasteransicht wechseln möchte, geht dies am besten mit dem Tastenkürzel J.

Was ich in den einzelnen Modi zu sehen bekomme, kann ich im gesondert einstellen. Dazu navigieren wir zum Menü Ansicht>Ansicht-Optionen.

 

Es öffnet sich folgender Dialog:

Hier kann ich die anzuzeigenden Überlagerungen in den verschiedenen Modi im Detail einstellen und habe so Einfluss darauf, was mir angezeigt wird.

Die Erörterung des ganzen Dialoges würde den Rahmen dieses Tutorials sprengen. Die einzelnen Optionen sind aber selbsterklärend, sodass ich euch ans Herz lege, mit den Einstellungen herumzuexperimentieren, um so das Optimum für euren Workflow zu finden.

 

Die Lupenansicht

Will man sich ein Foto genauer ansehen, nutzt man die Lupenansicht.

 

Ausgehend von der Rasteransicht gelange ich in die Lupenansicht auf verschiedene Weise. Über das Menü Ansicht>Lupe:

 

Das Tastenkürzel lautet: E für LupE. Alternativ kann ich auch auf die Leertaste drücken, um dorthin zu gelangen.

Oder über die entsprechende Schaltfläche links in der Werkzeugleiste:

 

Ich nutze in der Regel die Tastenkürzel G und E, um so schnell zwischen den beiden Ansichtsmodi zu wechseln.

Auch in der Lupenansicht gibt es Überlagerungen, die sogenannten Lupeninformationen.

 

Ähnlich wie in der Rasteransicht gibt es zweierlei Lupeninformationen, die ich mit dem Tastenkürzel I durchlaufen kann. Die Überlagerungen werden oben rechts im Bild angezeigt.

 

Was ich zu sehen bekomme, kann ich – genauso wie bei der Rasteransicht – im Menü Ansicht>Ansicht-Optionen einstellen:

Insoweit kann ich auf die obigen Ausführungen zur Rasteransicht verweisen.

Ihr seht also, dass Adobe das Ansichtssystem mit Raster- und Lupenansicht und den dazugehörigen Einstellungsmöglichkeiten hervorragend gelöst hat. Eigentlich braucht man sich nur die vier einschlägigen Tastenkürzel zu merken

R – für die Rasteransicht
J – für die Überlagerung
E – für die Lupenansicht und
I – für die Überlagerung,

um schnell und effektiv im Bibliothek-Modul zu arbeiten.

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