Objektivkorrektur mithilfe von Herstellerprofilen

Bei der Palette „Objektivkorrektur“ gibt es zweierlei Möglichkeiten, um objektivbedingte Verzeichnungen oder Verzerrungen zu korrigieren. Lightroom bietet u.a. die Möglichkeit, mit Objektivprofilen zu arbeiten, wobei die Korrektur dann vollautomatisch von der Software ausgeführt wird.

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Probleme mit Objektiven, d.h. Verzerrungen, Verzeichnungen, chromatische Aberration und Vignettierung, kommen ständig vor. Für solche Probleme bietet Lightroom spezielle Funktionen in der Palette Objektivkorrekturen an. Sobald ich mit einer DSLR von gängigen Herstellern fotografiere und ein gängiges Objektiv nutze, kann ich auf die dazugehörigen Profile von Lightroom zurückgreifen und die Korrektur automatisieren.

Ich habe mal ein "Problembild" herausgesucht, das mit einem gängigen Canon-Objektiv aufgenommen wurde.

Mal sehen, was wir mit Lightroom erreichen können.

 

Mit der Maus klicke ich auf die Palette Objektivkorrekturen und es öffnet sich folgender Dialog:

 

Lightroom bietet mir neben der manuellen Korrektur auch die Korrektur mittels Herstellerprofilen an. Für diese entscheide ich mich und aktiviere mittels Mausklick die Option Profil.

 

Die angebotenen Optionen sind alle noch ausgegraut bzw. inaktiv. Um das zu ändern, muss ich die Option Profilkorrekturen aktivieren wählen, indem ich den Haken an das gleichnamige Kästchen setze.

 

Wir sehen jetzt Einstellungsmöglichkeiten für

Marke
Modell und
Profil

Um die Box Einrichten brauchen wir uns an dieser Stelle nicht zu kümmern. Die ist nur interessant, wenn wir mit selbst erstellten Profilen arbeiten.

Ich klicke jetzt auf das kleine Menü Marke und bekomme eine Auswahl der gängigsten Kamerahersteller.

 

Ich wähle Canon aus und schon erkennt die Software, dass es sich um ein Kit-Objektiv (18 – 25 mm) handelt.

 

Die Korrektur wird jetzt von der Software automatisch durchgeführt. Beim vorliegenden Beispiel ist die Veränderung nicht so stark, als dass man sie auf Anhieb sieht. Dafür fehlt der Vorher-Nachher-Vergleich hier im Texttutorial, wie er mit einem Video möglich wäre. Das nächste Bild zeigt beide Versionen nebeneinander:

 

Bin ich mit dem Ergebnis nicht einverstanden, habe ich noch die Möglichkeit, per Hand einzugreifen, und zwar mit den beiden Slidern Verzerrung und Vignettierung.

 

Fahre ich z.B. mit dem Mauszeiger über den Anfasser des Sliders Verzerrung, bekomme ich ein Raster eingeblendet, das mir bei der Problembehebung hilft.

 

Ziehe ich den Slider nach links, kann ich der sogenannten kissenförmigen Verzeichnung entgegenwirken. Nach rechts schiebe ich den Slider, wenn eine tonnenförmige Verzeichnung vorliegt. Um die Verzerrungen zu veranschaulichen, hier ein Grafik:

 

Schlussendlich habe ich mit dem nächsten Slider noch die Möglichkeit, eine evtl. vorhandene Vignettierung zu beseitigen. Je weiter ich den Slider Vignettierung nach links ziehe, desto stärker werden die Ränder aufgehellt.

Diese Slider spielen bei der vorliegenden Aufnahme keine Rolle und werden nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Was aber noch zu beheben ist, ist eine chromatische Aberration im Bild. Um diese zu sehen, muss ich sehr stark einzoomen:

 

Jetzt erkennt man deutlich die farbigen Säume an den Lichtkanten. Sobald ich aber die Option Chromatische Aberration entfernen aktiviere, verschwinden auch diese Farbsäume.

 

Wenn ich dieses Objektiv häufiger nutze, ist es sicherlich sinnvoll, eine eigene Vorgabe mit den gefundenen Einstellungen zu erstellen. Zwar hat die Auswahl des passenden Profils bereits die Verzeichnung im Bild beseitigt, aber die Option Chromatische Aberration entfernen ist standardmäßig deaktiviert. Deshalb klicke ich jetzt auf das Menü Einrichten und wähle Neue Standardeinstellung für Objektivprofil speichern.

Beim nächsten Mal werden dann genau diese Einstellungen angewandt und ich kann mir so Arbeit ersparen.

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