Die Regler Sättigung und Dynamik

Den Sättigungsregler dürfte jeder kennen und auch schon benutzt haben. Gleiches gilt für den Regler Dynamik. Aber worin besteht eigentlich der Unterschied? In diesem Tutorial gehe ich auf die Unterschiede zwischen diesen beiden Reglern ein.

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Die Sättigung in einem Bild zu erhöhen oder herabzusetzen, hat schon jeder gemacht. Sicherlich haben auch die meisten den Dynamik-Regler von Lightroom benutzt und festgestellt, dass dieser häufig zu besseren Ergebnissen führt. Warum das so ist, das wollen wir nachfolgend kurz untersuchen.

Schauen wir zunächst mal in die Lightroom-Hilfe. Dort steht:

Sättigung stellt die Sättigung aller Bildfarben gleichmäßig auf einen Wert zwischen -100 (monochrom) und +100 (doppelte Sättigung) ein.
Dynamik passt die Sättigung an, wodurch beim Annähern an eine 100%ige Farbsättigung die Beschneidung reduziert wird. Dabei wird die Sättigung aller gering gesättigten Farben geändert, ohne große Auswirkungen auf die stärker gesättigten Farben zu haben. Mit dieser Einstellung wird gleichzeitig verhindert, dass Hautfarben übersättigt dargestellt werden.

Eigentlich ist damit bereits alles gesagt, aber schauen wir uns das mal an einem Beispielbild an:

Wir sehen hier zum einen bereits stark gesättigte Farben in der roten Jacke und intakte Hauttöne. Legen wir das Augenmerk mal auf den Sonnenschirm im Hintergrund. Der könnte noch etwas Sättigung vertragen.

 

Ich navigiere daher im Entwickeln-Modul zu den Grundeinstellungen und ziehe zunächst mal den Sättigungsregler nach rechts, bis der Sonnschirm ein sattes Rot hat:

Bei einem Wert von +78 sieht der Schirm gut aus, die Jacke und die Haut hingegen wirken unnatürlich bunt bzw. übersättigt. Also eigentlich ein klarer Fall für den Korrekturpinsel oder aber für die Bearbeitung mit Photoshop.

 

Mal sehen, was der Regler Dynamik bietet:

Bei einem Dynamikwert von 80 sieht der Schirm ganz gut aus; die Jacke ist grenzwertig übersättigt, aber die Haut ist noch halbwegs in Ordnung.

 

Das zeigt auch der direkte Vergleich Vorher/Nachher:

Im Prinzip trift es daher zu, was uns die Lightroom-Hilfe verspricht:

Der Regler Sättigung ändert die Farbsättigung gleichmäßig für jeden Bildpunkt, während der Regler Dynamik die Farbsättigung des Bildes „intelligenter“ korrigiert, und zwar: Auf die weniger gesättigten Bereiche wirkt er stärker als auf die stark gesättigten Bereiche. Dabei von Intelligenz zu sprechen, ist sicherlich etwas übertrieben. Es handelt sich ganz einfach um einen anderen Algorithmus.

 

Die Tatsache, dass der Dynamik-Regler die Hauttöne „verschont,“ scheint daran zu liegen, dass die Farben Gelb und Rot mit einem speziellen Algorithmus weniger stark beeinflusst werden. Das kann man insbesondere dann sehen, wenn man ein Bild nimmt, das im Wesentlichen von Gelb- und Rottönen beherrscht wird, wie das bei dem nächsten Foto der Fall ist:

 

Ich ziehe jetzt mal an der Dynamik, und zwar in umgekehrter Richtung, um die Farben zu entsättigen:

Bei einer Dynamik von -100 sind die Gelb- und Rottöne am Gemüse in der Schale noch zu erkennen, während die blaue Vase im Hintergrund völlig entsättigt ist.

Im Ergebnis heißt das für unseren Workflow in Lightroom:

Möchte ich ein Bild generell bzw. gleichmäßig in der Sättigung verändern, nutze ich den Sättigungsregler. Sobald Hauttöne im Bild sind, ist der Dynamikslider der Regler der Wahl.

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