Diashow erstellen

Irgendwann möchte man seine Werke anderen präsentieren. Dafür bietet Adobe Lightroom das Diashow-Modul. Das ist mittlerweile so komplex geworden, dass es fast keine Wünsche mehr offen lässt. In diesem Tutorial zeige ich euch, wie ihr schnell eine einfache Standard-Diashow erstellt.

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Der erste Schritt ist immer die Bilderauswahl. Ich markiere daher die Fotos, die ich in die Diashow integrieren möchte.

 

Jetzt könnte ich schon loslegen, aber ich empfehle in einem solchen Fall, immer mit einer Sammlung zu arbeiten. Am besten mit der Schnellsammlung. Deshalb führe ich einen Rechtsklick aus und wähle Zur Schnellsammlung hinzufügen.

 

Die ausgewählten Fotos werden jetzt der Schnellsammlung hinzugefügt und ich kann noch einmal überprüfen, ob meine Auswahl die richtige war, und kann ggf. das eine oder andere Bild wieder entfernen. Der Vorteil der Sammlung ist, dass ich die Auswahl jetzt isoliert – d.h., ohne all die anderen Bilder – sehen kann.

 

Ich bin mit meiner Auswahl zufrieden und wechsele durch Klick auf die gleichnamige Schaltfläche zum Diashow-Modul.

 

Das Diashow-Modul verfügt über insgesamt 6 Paletten.

Grundsätzlich ist ja das Interface von Lightroom nach einem gewissen Workflow aufgebaut, d.h., Bearbeitung von links nach rechts oder von oben nach unten. Folglich müsste man hier mit der Palette Optionen beginnen usw.

 

Hier im Diashow-Modul folge ich nicht diesem „Workflow“, sondern beginne zunächst mit dem Hintergrund. Wir öffnen daher zuerst die Hintergrund-Palette. Bevor wir das aber tun, schalte ich den Palettenmodus auf den Solomodus um. Die Paletten im Diashow-Modul sind ziemlich umfangreich, und wenn ihr drei davon geöffnet habt, geht einem die Sucherei ziemlich schnell auf den Geist, wenn man zu einer anderen Palette zurück muss.

 

Bei geöffneter Hintergrund-Palette habe ich dreierlei Möglichkeiten für meinen Hintergrund. Entweder einen durchgehend farbigen Hintergrund, einen Verlauf oder aber ein Bild.

 

Beginnen wir mit dem Verlauf. Um diesen zu aktivieren, setze ich den entsprechenden Haken, damit die ausgegrauten Slider aktiviert werden. Damit kann ich die Deckkraft und den Winkel des Verlaufes bestimmen.

Da dessen Farbe hier noch Schwarz ist, müssen wir die Farbe ändern, um etwas im Vorschaubereich sehen zu können. Wie ihr seht, ist weiter unten in der Palette standardmäßig als Hintergrundfarbe Schwarz eingestellt. Diese Hintergrundfarbe ist immer die Basis für den zu erstellenden Verlauf. Insoweit korrespondieren diese Farbfelder miteinander, wie ihr gleich sehen werdet. Das ist auch der Grund, warum wir hier noch keinen Verlauf sehen. Er verläuft nämlich momentan noch von Schwarz (eingestellte Hintergrundfarbe) zu Schwarz (Vordergrundfarbe).

 

Wir klicken jetzt auf die schwarze Farbfläche rechts oben in der Ecke, um die zweite Farbe des Verlaufs zu bestimmen. Jetzt öffnet sich der Farbwähler und wir suchen uns eine passende Vordergrundfarbe für den Verlauf aus.

 

Ich entscheide mich mal für ein mittleres Grau. Da die Hintergrundfarbe immer noch auf Schwarz eingestellt ist, erhalten wir einen Verlauf von Schwarz nach Mittelgrau.

Wenn ihr euch wundert, dass im Farbwähler nur Grauwerte zu sehen sind, so liegt das an den Standardeinstellungen. Wenn ihr eine andere Farbe wollt, müsst ihr einfach oben rechts in der Ecke auf das Farbfeld klicken, dann öffnet sich ein anderer Farbwähler und ihr könnt jede beliebige Farbe wählen.

Damit ändere ich aber immer nur die Vordergrundfarbe. Die Hintergrundfarbe kann ich nur im eben erwähnten Farbwähler unten rechts einstellen. Das ist m.E. etwas umständlich gelöst. Ich weiß nicht, was sich die Leute von Adobe dabei gedacht haben; wahrscheinlich nichts.

Wie dem auch sei; da ich eh nur einen schwarz-grauen Verlauf möchte, kann ich hier den Farbwähler schließen.

 

Wenn ich mit der Richtung des Verlaufes nicht einverstanden bin, kann ich dies auch ändern, entweder mit dem passenden Slider oder aber mit dem runden Button.

Ich stelle den Winkel manuell auf 90 Grad, damit der Verlauf von unten nach oben verläuft.

 

Ich kann aber auch ein Bild als Hintergrund nutzen. Wenn ich wissen will, wie ich ein Hintergrundbild einfüge, brauche ich nur den entsprechenden Haken zu setzen und ich bekomme als Tooltipp angezeigt, was ich dafür machen muss, nämlich nur das gewünschte Bild aus dem Filmstreifen auf die dortige Fläche ziehen.

 

Davon nehme ich allerdings Abstand. Im Übrigen gefällt mir auch der Verlauf nicht richtig. Deshalb deaktiviere ich diesen wieder. Ich entscheide mich für einen schwarzen Hintergrund, weil dann meine Bilder besser wirken. Alles andere lenkt zu sehr von den Fotos ab. Außerdem sieht dann die Beschriftung, die wir noch erstellen wollen, besser aus.

 

Wir sind erst bei der ersten Palette – und es gibt noch fünf weitere – und überlegen schon hin und her, was wohl am besten aussehen mag. Schlicht ist immer noch am besten für eine Slideshow, und daran werde ich mich auch im weiteren Verlauf des Tutorials halten.

Da der Hintergrund jetzt steht, kümmere ich mich um das eigentliche Layout. Das Allererste, das wir machen, ist: Wir aktivieren die Hilfslinien, falls noch nicht geschehen.

 

Ich kann zwar das Layout, d.h., die Positionierung des jeweiligen Bildes, per Slider einstellen, aber bei aktivierten Hilfslinien kann ich diese einfach mit der Maus im Vorschaubereich positionieren. Wenn ich nämlich mit dem Mauszeiger über eine beliebige Hilfslinie fahre, erscheint ein Doppelpfeil und ich kann die Linien nach Belieben ziehen und neu positionieren. Das ist viel intuitiver und daher zu empfehlen.

 

Wenn ihr dann noch die Verknüpfung der Linien untereinander aufhebt, könnt ihr die Hilfslinien sogar unabhängig voneinander ziehen und anordnen.

 

Ich entscheide mich hier für eine mittige Positionierung, damit unten noch genügend Platz für einen Titel oder Copyright bleibt.

 

Jetzt sieht das für die Bilder im Querformat ganz gut aus. Ein Bild ist aber im Hochformat und das gefällt mir gar nicht.

Jetzt muss ich eine Entscheidung treffen; entweder ich nehme dieses Bild heraus oder aber ich arbeite mit einem anderen Zoomfaktor. Probieren wir es einfach mal aus.

 

Ich navigiere zur Optionen-Palette und setze den Haken bei Zoomen, um Rahmen zu füllen. Das sieht bei diesem Bild im Hochformat interessant aus. Es geht zwar Bildinhalt verloren, aber mir gefällt's.

Problem also gelöst. Jetzt fehlt nur noch die Beschriftung.

 

Hier gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten. Ich habe die Wahl zwischen einer sogenannten Erkennungstafel, Wasserzeichen, Bewertungssternen und Textüberlagerungen.

Als Erkennungstafel kann ich Text oder aber eine Grafik verwenden. Hier möchte ich mein Logo einfügen. Ich aktiviere die Erkennungstafel durch Setzen des Hakens und klicke auf den kleinen Pfeil rechts, um ins Menü zu gelangen.

 

Ich wähle jetzt die Option Bearbeiten

 

… und es öffnet sich ein neuer Dialog. Hier habe ich die Möglichkeit, einen eigenen Text einzugeben und mit den üblichen Optionen zu formatieren. Ich möchte aber eine Grafik nutzen und aktiviere Grafische Erkennungstafel verwenden. Ich klicke jetzt auf die Schaltfläche Datei suchen und lade mein Logo.

 

Nach Bestätigung mit OK sieht das Ganze dann so aus:

 

Die Größe und die Position der Grafik kann ich noch mit den Slidern verändern, aber so sieht es gut aus.

Jetzt könnte ich noch ein Wasserzeichen und Bewertungssterne hinzufügen, aber das wäre des Guten zu viel. Ich möchte aber unter den Bildern einen Text einfügen. Dafür aktiviere ich die dazugehörige Checkbox und navigiere zur Werkzeugleiste.

 

Um einen individuellen Text eingeben zu können, muss ich auf das ABC-Symbol klicken. Damit öffne ich das eigentliche Eingabefeld und gebe meinen Text ein.

 

Alternativ könnte ich auch auf Metadaten usw. zurückgreifen, aber ich wähle den Titel Endstation. Durch Enter bzw. Return bestätige ich meine Eingabe und muss den Text jetzt nur noch formatieren und positionieren. Die Optionen dafür wie Deckraft, Farbe und Schrift findet ihr in der Palette. Die Position und die Größe bestimmt man per Ziehen mit der Maus im Vorschaubereich.

 

Wenn ihr den Text später noch einmal verändern wollt, müsst ihr den Text im Vorschaubereich mit der Maus aktivieren. Ansonsten sind nämlich die Palettenoptionen inaktiv.

So, das Layout steht dem Grunde nach. Wie bereits angekündigt, ein eher reduziertes Layout mit schwarzem Hintergrund, Logo und etwas Text. Wer mehr möchte, hat natürlich noch eine Vielzahl von Optionen, auf die ich kurz eingehen will:

In der Titel-Palette habe ich die Möglichkeit, einen Startbildschirm und einen Endbildschirm zu definieren. Hier kann ich ebenfalls einen Text oder ein Logo hinzufügen. Das kann z.B. sinnvoll sein, wenn ich meine Slideshow ins Internet stelle.

 

Die einzelnen Optionen sind in etwa identisch mit denen der Überlagerungs-Palette. Auch hier kann ich einen Text oder ein Logo platzieren. Insoweit kann ich auf die obigen Ausführungen verweisen.

 

Interessant sind auch die Möglichkeiten, die ich in der Palette Abspielen finde. Dort kann ich z.B. ein Musikstück unterlegen und mit der Länge der Diashow synchronisieren, d.h., Lightroom stellt die Abspieloptionen so ein, dass die Diashow der Länge der Audiodatei entspricht. Ansonsten kann ich die Anzeigedauer der Bilder (Dias) und die der Übergänge (Verblassen) einstellen. Ferner kann ich bestimmen, ob die Diashow als Loop abläuft und ob die Bilder in zufälliger Reihenfolge erscheinen.

In der Regel wird man aber die Reihenfolge selbst bestimmen wollen. Das geht übrigens einfach per Drag&Drop im Filmstreifen. Die gewünschte Datei einfach anklicken, Maus gedrückt halten und an die gewünschte Position ziehen.

 

So, das soll´s gewesen sein. Experimentiert mit der Vielzahl der Optionen herum, aber denkt immer daran, dass weniger oft mehr ist, besonders dann, wenn man eine Bildbearbeitung präsentieren will.

Wenn ihr dann mit eurer Diashow fertig seid, habt ihr mehrere Möglichkeiten der Ausgabe, und zwar per PDF, was z.B. für ein Portfolio sinnvoll sein kann, oder aber als Video für Urlaubsfotos und dergleichen. Für den Export müsst ihr die linke Palette wieder öffnen und eine der Export-Optionen wählen.

 

Bevor ihr aber Lightroom beendet, solltet ihr die erstellte Diashow als Vorlage speichern, damit ihr später jederzeit darauf zurückgreifen könnt. Das erspart bei dem komplexen Dialog viel Arbeit. Dafür einfach auf das Plus-Zeichen in der Vorgaben-Palette klicken und das Ganze abspeichern.

Ich hoffe, ihr habt jetzt einen Überblick über das Diashow-Modul und könnt eure erste Slideshow erstellen.

Viel Spaß dabei!

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