Der Importdialog

Wer Lightroom das erste Mal öffnet, wird feststellen, dass keine Fotos vorhanden sind. Dies liegt daran, dass Lightroom nach dem sogenannten Katalog-Prinzip arbeitet. Fotos können nur angezeigt und bearbeitet werden, wenn diese zuvor in den Lightroom-Katalog importiert wurden. In diesem Tutorial erkläre ich euch den Importvorgang in Lightroom 4.

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Schritt 1

Beim Öffnen von Lightroom sieht man auf der Benutzeroberfläche links im Bibliothek-Modul die Paletten für die Kataloge und die Ordner-Palette. Da Lightroom das erste Mal geöffnet wurde, befinden sich noch keinerlei Bilder im Katalog. In der Ordner-Palette habe ich einen Einblick in die Ordnerstruktur meines Rechners, und obwohl sich Bilder in diversen Verzeichnissen befinden, werden diese nicht angezeigt. Das liegt daran, dass der Lightroom-Katalog noch leer ist, bislang also keine Bilder importiert wurden.

 

Um das zu ändern, müssen wir der Software mitteilen, welche Bilder importiert werden sollen und wo sich diese Bilder physikalisch befinden (Festplatten, Ordner usw.) Dazu müssen wir zunächst den Import-Dialog öffnen.

Den Import-Dialog erreiche ich auf verschiedene Art und Weise:

• über das Menü: Datei>Fotos und Videos importieren …,

 

• über das Tastenkürzel Strg+Umschalt+I

… oder ganz einfach …

• über die Schaltfläche Importieren im Bibliothek-Modul.

 

Wir machen es uns einfach und nutzen die Schaltfläche Importieren und klicken darauf. Nun öffnet sich der Import-Dialog bzw. das Import-Fenster. Wie auch bei allen anderen Funktionen in Lightroom, ist das Import-Fenster nach einer Art Workflow-Vorgabe gestaltet.

Beim Import geht man von links nach rechts vor. Ich bestimme zunächst links, welche Bilder ich importieren möchte (Quellfotos). Dann wähle ich in der Mitte des Fensters aus, wie ich die Bilder in den Katalog importieren möchte (durch Hinzufügen, Verschieben oder Kopieren) und zuletzt ganz rechts im Fenster, wo die Dateien gespeichert werden sollen. Dabei habe ich eine Vielzahl von Optionen, auf die ich im Laufe dieses Tutorials noch eingehen werde.

Fangen wir aber mit dem linken Bereich an:

Zunächst klicke ich auf das kleine Dreieck in der Quelle-Palette, um diese aufzuklappen. Jetzt habe ich Zugriff auf die komplette Ordnerstruktur meiner Festplatte nebst allen internen und externen Laufwerken und kann die Laufwerke oder Verzeichnisse auswählen, von denen ich die Bilder importieren möchte.

 

Achtung: Wähle ich ein Verzeichnis per Mausklick aus und befinden sich darin Unterverzeichnisse, so erscheint links oben eine Check-Box mit dem Namen Unterordner einbeziehen. Ist dort kein Haken gesetzt, ignoriert Lightroom die Bilder in den Unterverzeichnissen.

 

Ziemlich praktisch ist die Schaltfläche ganz oben links mit dem Namen VON: Lokaler Datenträger (C:) Darunter befindet sich ein kleines Ausklappmenü, mit dem ich schnell Zugriff auf die wichtigsten Speicherorte auf meinem Computer habe. Habe ich zuvor schon Bilder importiert, werden dort auch die zuletzt genutzten Verzeichnisse aufgeführt und können kurzerhand ausgewählt werden.

 

Schritt 2

Habe ich mich für ein bestimmtes Quellverzeichnis entschieden, muss ich nun im mittleren Bereich des Import-Fensters entscheiden, was mit den Bildern geschehen soll. Hierfür bietet Lightroom insgesamt vier Möglichkeiten an, die per Mausklick ausgewählt werden können.

Als DNG kopieren: Mit dieser Funktion werden die Bilder aus dem Quellverzeichnis physikalisch kopiert und in das sog. DNG-Format (Digital Negativ) umgewandelt. Wer sich für dieses Format interessiert, der sollte sich auf der Homepage von Adobe diesbezüglich schlau machen. Bei dieser Option werden die Bilder auf den gewählten Speicherort kopiert und dem Katalog hinzugefügt.

 

Kopie: Diese Funktion kopiert die Bilder an einen neuen Speicherort und fügt sie dem Katalog hinzu.

 

Verschieben: Damit werden die Fotos an einen neuen Speicherort verschoben und in den Katalog eingefügt.

 

Und zuletzt:

Hinzufügen: Bei dieser Einstellung werden die Quellfotos nur dem Katalog hinzugefügt, ohne dass die Bilder physikalisch bewegt werden. Diese Funktion wird wohl am häufigsten benutzt, so z.B. beim Import von einer Speicherkarte oder aber beim erstmaligen Import in den Lightroom-Katalog.

 

In dem Vorschaubereich in der Mitte des Import-Fensters habe ich weitere Möglichkeiten, meine Bilderauswahl zu verfeinern. Dort werden die im Quellverzeichnis vorhandenen Bilder in einer Vorschau angezeigt. Ein Häkchen oben links in der Miniaturansicht gibt an, dass das Foto für den Import ausgewählt wurde.

 

Zunächst kann ich aber die Bildervorschau filtern und habe dabei drei Optionen:

Alle Fotos: Schaltet alle Filter aus und zeigt alle Fotos im Quellverzeichnis an

Neue Fotos: Blendet bereits importierte Bilder automatisch aus

Zielordner: Gruppiert die Fotos nach ihrem Zielordner. Diese Funktion ist aber nur beim Kopieren und Verschieben von Fotos aktiv.

 

Ist der Filter gewählt, kann ich zudem die Bilder im Vorschaubereich nach bestimmten Kriterien sortieren, nämlich nach Aufnahmezeit, markiertem Status, Dateinamen oder Medientyp. Dies ist ganz praktisch, wenn ich nur ganz bestimmte Bilder importieren möchte.


Nun kann ich mir die Bilder entweder in der Rasteransicht als Thumbnails – deren Größe ich mit dem Schieberegler Miniaturen rechts unten im Vorschaubereich verändern kann – oder aber über die Schaltfläche Lupenansicht jedes einzelne Bild in voller Größe anschauen und begutachten und so meine Auswahl treffen. Standardmäßig sind alle Bilder mit einem Auswahlhäkchen versehen.

Möchte ich nur einige wenige Fotos aus einem Ordner importieren, kann ich durch Klick auf die Schaltfläche Auswahl aufheben alle Bilder deaktivieren und so jedes zu importierende Bild per Haken einzeln aktivieren.

 

Schritt 3

Habe ich meine Auswahl getroffen, muss ich mich nun der rechten Palette des Importfensters zuwenden. Dort kann ich entscheiden, wohin die Bilder importiert werden, oder aber bestimmte Funktionen anwenden wie Entwicklungsvorgaben, Stichworte oder Metadatenvorlagen.

 

Wir beginnen mit der Palette Dateiverwaltung.

Hier habe ich u.a. die Möglichkeit, Lightroom beim Import mögliche Duplikate auszuschließen, indem ich die gleichlautende Check-Box aktiviere. Zudem kann ich Lightroom anweisen, eine Kopie der importierten Bilder auf einen anderen Datenträger anzulegen. Auf diese Weise kann ich schon beim Import meiner Fotos ein Backup anlegen. Hierfür eignet sich am besten eine mobile Festplatte.

 

In der Palette Dateiumbenennung habe ich mehrere Optionen für die Dateibenennung beim Import. Diese Funktionen stehen aber nur zur Verfügung, wenn ich Bilder beim Import kopiere oder verschiebe. Beim reinen Hinzufügen zum Katalog bleiben die Bilder an Ort und Stelle und können nicht umbenannt werden.

 

Jetzt kann ich angeben, wie die Dateien benannt werden sollen. Dazu setze ich einen Haken bei der Option Dateien umbenennen und kann nun auf die einzelnen Optionen zugreifen. Ich kann dabei auf die vorhandenen Namensvorgaben zurückgreifen oder aber den Dateinamen individuell bestimmen.

 

Am unteren Rand des Bedienfeldes bekomme ich eine kleine Vorschau des generierten Dateinamens eingeblendet.

 

Im nächsten Bedienfeld Während des Importvorgangs anwenden kann ich den zu importierenden Bildern bestimmte Vorgaben zuweisen.

 

Die darin enthaltenen Einstellungen werden automatisch auf alle importierten Bilder angewendet.

 

Darunter habe ich die Option, Metadatenvorlagen beim Import anzuwenden. Diese können z.B. Vermerke über Copyrightstatus, Fotograf usw. enthalten. Zuvor muss aber eine entsprechende Vorlage erstellt und gespeichert werden. Wie das geht, erläutere ich in einem gesonderten Tutorial.

Weiter darunter befindet sich das Eingabefeld für Stichworte. Hier kann ich den zu importierenden Bildern Stichworte zuweisen, indem ich die Stichworte in das entsprechende Feld eingebe. Praktisch in diesem Zusammenhang ist die Autovervollständigungs-Funktion. Habe ich schon mit Stichworten gearbeitet, merkt sich die Software diese und bietet beim Eintippen eines Buchstabens entsprechende Vorschläge an.

 

Im letzten Bedienfeld bzw. der Palette Ziel kann ich den Speicherort bestimmen. Dieses Bedienfeld ist allerdings bei der Option Hinzufügen nicht vorhanden. Bei allen anderen Import-Optionen kann ich hier das Zielverzeichnis wählen und entscheiden, ob Lightroom in diesem Verzeichnis automatisch noch Unterordner – z.B. nach Aufnahmedatum – erstellen soll.

 

Habe ich alle Einstellungen getroffen, kann ich mit einem Klick auf die Schaltfläche Importieren den Importvorgang starten.


Die Software wechselt dabei wieder zum normalen Interface und ich kann währenddessen in Lightroom weiterarbeiten. Den Importfortschritt kann ich dort links oben in der Ecke anhand eines Fortschrittbalkens nachvollziehen. Ist der Import erfolgreich abgeschlossen, finde ich meine Bilder nun im Katalog und auch in der Ordner-Palette aufgelistet und habe Zugriff darauf.

So, jetzt habt ihr eine Überblick über den Bilderimport von Lightroom 4 und könnt loslegen.

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