Arbeiten mit Entwicklungs-Vorgaben

Adobe Lightroom bietet schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit, mit Vorgaben zu arbeiten. In der aktuellen Version 4 werden von Hause aus bereits ca. 100 Entwicklungs-Vorgaben mitgeliefert. Neben der Nutzung solcher Vorgaben kann ich aber auch eigene Vorgaben exportieren und mit anderen Usern teilen. Wie das geht, zeige ich in diesem Tutorial.

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Wenn einem die Ideen ausgehen, lohnt sich immer ein Blick in die Lightroom-Vorgabenpalette. Diese befindet sich im Entwickeln-Modul.

 

Natürlich gibt es auch Vorgaben z.B. für das Druck-Modul, aber in diesem Tutorial geht es nur um die Entwicklungs-Vorgaben.

Wir öffnen jetzt die Vorgabenpalette durch Klick darauf (Shortcut: Strg+Umschalt+1) und sehen eine Vielzahl von mitinstallierten Vorgaben. Ich habe nicht gezählt, aber es dürften über 100 sein.


Die Vorgaben sind zur besseren Übersicht in Ordnern thematisch organisiert. Auf dem obigen Screenshot sind alle Ordner bis auf den Ordner Benutzervorgaben geschlossen. Darin werden die selbst erstellten Vorgaben gespeichert, aber dazu später mehr.

 

Zunächst einmal zu der Frage, wie man eine solche Vorlage auf ein Bild anwendet. Das geht denkbar einfach. Man wählt das gewünschte Bild im Vorschaufenster aus und klickt dann mit der Maus einfach auf die jeweilige Vorgabe.

 

Jetzt ist es etwas mühsam, jedes Mal diesen Bearbeitungsschritt rückgängig zu machen, wenn man die einzelnen Vorgaben ausprobieren will. Um das zu vermeiden, gibt es zwei Lösungsansätze:

Die eine Möglichkeit ist, mit virtuelle Kopien zu arbeiten. Davon kann ich ja so viele erstellen, wie ich möchte, und mit dem Shortcut Strg+T geht das relativ flott.

 

So kann ich dann bequem mehrere Varianten erstellen und mir diese in Ruhe anschauen und vergleichen.

Einfacher geht es aber mittels Navigator-Vorschau. Dafür öffnen wir den Navigator durch Klick auf die gleichnamige Palette.

 

Wenn ich jetzt mit der Maus über die einzelnen Vorgaben gehe, bekomme ich im Navigator eine Vorschau dessen angezeigt, was mich bei dem jeweiligen Preset erwartet. Auf diese Weise kann ich bequem durch alle Vorgaben navigieren und mir die passende aussuchen.

 

In Kombination mit virtuellen Kopien kann ich so sehr schnell ein Set von infrage kommenden Varianten erzeugen und miteinander vergleichen.

Ich kann aber auch eigene Vorgaben erstellen, wenn ich mit einer Entwicklung zufrieden bin und diese öfter nutzen oder aber mit Freunden teilen will. Dafür gehe ich wie folgt vor:

Ich klicke zunächst mit der Maus auf das Pluszeichen rechts auf dem Vorgabenbedienfeld:

 

Danach öffnet sich folgender Dialog:

 

Hier muss ich zunächst einen Namen für die neue Vorgabe vergeben und dann im Feld darunter einen Ordner wählen, in welchem die Vorgabe im Bedienfeld erscheinen soll. Lightroom schlägt hier standardmäßig den Ordner Benutzervorgaben vor, was auch sinnvoll erscheint. Ich kann aber auch einen neuen Ordner dafür erstellen.

 

Im nächsten Schritt muss ich dann entscheiden, was von meinen Entwicklungseinstellungen im Einzelnen in dieser Vorgabe gespeichert werden soll. Das hängt im Wesentlichen davon ab, was ich für Einstellungen vorgenommen habe.

 

Vorsichtig sollte man mit Einstellungen wie Weißabgleich, Basis-Tonwert und Objektivkorrekturen sein, weil das je nach Ausgangsmaterial zu unerwünschten Ergebnissen führen kann. Wichtig ist aber, dass der Haken bei Prozessversion gesetzt ist. Ist das nämlich nicht der Fall, erscheint folgender Hinweis:


Wollt ihr nämlich diese Vorgabe in einer späteren Version von Lightroom nutzen, kann das Deaktivieren dieser Option zu Problemen führen. Also den Haken an dieser Stelle immer belassen. Jetzt brauche ich nur noch mit OK zu bestätigen und die neue Vorgabe wird erstellt.

 

Aber wie ist das, wenn ich eine Vorgabe mit anderen Usern teilen möchte? Das geht über die Option Exportieren. Dazu geht ihr wie folgt vor: Ihr markiert die gewünschte Vorgabe und führt einen Rechtsklick aus. In dem erscheinenden Menü wählt ihr die Option Exportieren:

 

Danach öffnet sich der Browser bzw. Finder und ihr könnt eure Vorlage unter beliebigem Namen abspeichern und z.B. per Email verschicken. Die Dateiendung lautet übrigens *.irtemplate

 

Das Importieren funktioniert ähnlich. Hier ebenfalls einen Rechtsklick – allerdings auf den Ordner Benutzervorgaben – ausführen und analog nach dem soeben beschriebenen Prozedere vorgehen:

Wie ihr seht, eine einfache Sache!

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