Das Histogramm

Tutorials 19. Oktober 2012 – 0 Kommentare

Das Histogramm in Adobe Lightroom ist nicht nur ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Beurteilung von Fotos, sondern kann auch als Werkzeug für die Bildentwicklung genutzt werden. In diesem Tutorial erkläre ich den Aufbau des Histogramms, die Bedeutung der verschiedenen Farben und wie man dieses Tool in der Bildbearbeitung nutzt.

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Das Histogramm von Adobe Lightroom ist ein vielseitiges Werkzeug zum Beurteilen von Bildern und deren Belichtung. Deshalb lohnt es sich immer, das Histogrammfenster geöffnet zu lassen. Welche Funktionen das Histogramm hat und wie man es gezielt einsetzt, ist immer ein Tutorial wert.

Schauen wir uns zunächst das Histogramm isoliert an:

Im Histogrammfenster sehen wird zunächst jede Menge verschiedenfarbiger Graphen, wobei am linke Ende des Graphen die Luminanzwerte für Schwarz und rechts die für Weiß sind. Das Histogramm ist somit eine grafische Darstellung der Verteilung der einzelnen Tonwerte eines Bildes, wobei die verschiedenen Farben wiederum die Verteilung dieser Tonwerte in den RGB-Kanälen repräsentieren.

Ein Histogramm besteht aus drei Farbebenen, die die Farbkanäle

• Rot,
• Grün und
• Blau

repräsentieren.

 

Die Farbe Grau erscheint, wenn alle drei Kanäle einander überlappen.

• Gelb,
• Magenta und
• Cyan

werden angezeigt, wenn zwei der RGB-Kanäle einander überlappen, und zwar:

Gelb entspricht den Kanälen Rot+Grün,
Magenta entspricht den Kanälen Rot +Blau und
Cyan entspricht den Kanälen Grün+Blau.

Die beiden Dreiecke rechts und links oben sind die sogenannten Beschneidungsmarker. Es gibt davon zwei, nämlich links für die Tiefenbeschneidung und rechts für die Lichterbeschneidung (sog. Clipping). Wenn ich den rechten per Mausklick aktiviere, bekomme ich die Lichterbeschneidung mit einer roten Überlagerung im Bild angezeigt.

 

Der linke wiederum zeigt mir nach Aktivierung den Tiefenbeschnitt in Blau an.

 

So kann ich die „geclippten“ Bereiche im Bild sehr schnell identifizieren und Abhilfe schaffen. Ob ein Beschneidungsmarker aktiviert ist, erkenne ich übrigens an dessen Farbe. Bei Aktivierung erscheint das Dreieck in Weiß.

Diese Funktion ist äußerst wichtig. Wenn ich nämlich an den Reglern in den Grundeinstellungen ziehe, kann ich "on the fly" feststellen, ob bei den Tonwerten aufgrund meiner Einstellung die Lichter ausfressen bzw. die Schatten absaufen.

Tipp:

Halte ich beim Ziehen der Regler (z.B. Belichtung) die Alt-Taste gedrückt, bekomme ich eine Schwarz-Weiß-Überlagerung zu sehen. Weiß bedeutet Lichterbeschneidung und Schwarz entsprechend Tiefenbeschneidung.

 

Unten im Histogramm werden mir die RGB-Werte angezeigt, die sich aktuell unter dem Mauszeiger befinden. Um die Werte sehen zu können, muss ich also mit der Maus ins Bild und einen bestimmten Bereich ansteuern. Befindet sich der Mauszeiger nicht im Bild, werden mir stattdessen die ISO-Werte, die Brennweite, Blende und die Belichtungszeit angezeigt:

 

Ihr seht also, dass im Histogramm eine Vielzahl von Informationen angezeigt wird.

Ich kann das Histogramm aber auch als Werkzeug einsetzen. Und zwar kann ich mit der Maus über die Graphen fahren. Der Mauszeiger wird dann zu einem Doppelpfeil. Jetzt kann ich in einen gewünschten Tonwertbereich (z.B. Weiß) hereinklicken und durch Ziehen die entsprechenden Tonwerte im Bild über das Histogramm verändern. Die nachfolgende Animation (in der PDF-Ansicht natürlich nicht sichtbar) verdeutlicht dies:

Probiert es einmal aus. Ihr werdet sehen, dass sich dann die korrespondierenden Regler in der Grundeinstellungspalette wie von Geisterhand mit bewegen.

Soweit zur Theorie. Wie man das Histogramm richtig nutzt, erfahrt ihr in meinem Tutorial zum Thema Belichtung.

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