Bilder exportieren in Lightroom

Tutorials 14. Oktober 2012 – 2 Kommentare

Sobald man seine Fotos in Adobe Lightroom bearbeitet und verschönert hat, möchte man das Ergebnis auch in irgendeiner Art und Weise präsentieren. Eine Möglichkeit ist der Export der Bilder auf Festplatte oder DVD, um seine Bilder an andere weiterzugeben.

Wie der Export in Lightroom funktioniert, zeige ich in diesem Tutorial.

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Zunächst muss ich die Bilder auswählen, die ich gerne exportieren möchte. Ich habe hier eine Bilderserie von einer Möwe. Die Fotos sind allesamt im DNG-Format, mithin also eher ungeeignet für das Versenden an Freunde, da mit diesem Format nur wenige etwas anfangen können. Wir benötigen also ein gängiges Format wie JPEG, um die Bilder zu präsentieren oder zu verschicken.

Von den Bildern habe ich kurzerhand eine Sammlung erstellt und wähle als Erstes per Mausklick die Bilder aus, die mir am besten gefallen und die ich gerne per Email verschicken möchte. Ich halte dabei die Strg-Taste (am Mac die Command-Taste) gedrückt und kann so die geeigneten Bilder in beliebiger Reihenfolge auswählen.

 

So, mit meiner Auswahl bin ich zufrieden. Als Nächstes muss ich den Export-Dialog öffnen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, entweder über das Menü Datei>Exportieren

… (das Tastenkürzel hierzu lautet übrigens Strg+Shift+E)

 

… oder ich gehe direkt über die gleichlautende Schaltfläche Exportieren im Bibliothek-Modul.

 

Sofort öffnet sich folgender Dialog:

 

Gemäß dem Lightroom-Workflow arbeiten wir die Einstellungen von oben nach unten durch. Beginnen wir daher mit dem Ausgabemedium.

Die erste Option, die ich einstellen kann, ist das Ziel des Exports. Klicke ich auf die Schaltfläche neben Exportieren auf, habe ich die Möglichkeit, auf eine Festplatte zu exportieren oder aber eine CD oder DVD von Lightroom brennen zu lassen. Im letzteren Fall öffnet sich nach den Einstellungen ein weiteres Fenster, mit dem ich die zu exportierenden Fotos auf eine CD oder DVD brennen kann.

 

Ferner habe ich noch die Möglichkeit, die Fotos per Email zu versenden oder aber den Adobe-Service Revel zu nutzen. Wir wollen die Fotos aber auf die Festplatte exportieren, wählen daher die Option Festplatte und entscheiden uns für den Desktop als Speicherort.

 

Nun kann ich einen speziellen Unterordner erstellen, um die Übersicht zu bewahren. Ich gebe dem Ordner einen aussagekräftigen Namen, sagen wir mal: "Möwe". Eine Zeile darunter hätte ich überdies die Möglichkeit, die Bilder in einen anderen Katalog zu exportieren, eine Option, die allerdings für unseren Export keine Rolle spielt.

 

Eine weitere Option ist die Frage danach, was mit evtl. bereits bestehenden Fotos, also Duplikaten, geschehen soll. Wenn ich einen Unterordner erstelle, eher ein unwahrscheinliches Szenario, aber das ist ja nicht immer zwingend der Fall. Wichtig könnte das auch für ein eigenes Export-Preset sein, wenn ich häufiger mit denselben Optionen exportiere. Dann macht die Option Sinn.

Klicke ich auf das Aufklappmenü bei Bestehende Dateien, erscheinen die vorhandenen Optionen. Ich entscheide mich für die sicherste, die da wäre: Nach weiterer Vorgehensweise fragen. So habe ich jederzeit die Kontrolle und kann nichts aus Versehen überschreiben.

 

Häufig haben RAW-Files nichtssagende Dateinamen. Lightroom bietet mir im Exportdialog unter der Rubrik Dateibenennung die Möglichkeit, individuelle Namen zu vergeben.

 

Das Programm stellt hier den für diese Fälle üblichen Dialog zur Verfügung, der selbsterklärend ist. Ich entscheide mich für Benutzerdefinierter Name – Sequenz und tippe den Namen "Möwe" ein. Eine Zeile darunter kann ich in einer Vorschau sehen, wie der Dateiname bei meinen Einstellungen aussehen wird, hier Möwe-1, Möwe-2 usw.

 

In der nächsten Rubrik Dateieinstellungen muss ich die wichtigste Entscheidung treffen, nämlich die Art des Dateiformats. Hier kann ich zwischen verschiedenen Bildformaten und Farbräumen wählen sowie die Qualität und die Dateigröße einstellen.

 

Beginnen wir mit dem Dateiformat. Hier kommt es mir auf eine geringe Dateigröße an, weil ich die Fotos später ins Netz stellen will. Aus der Bildformat-Liste entscheide ich mich für das Format JPEG.

 

Die Qualität lasse ich bei 100 % und schaue mir an, welche Farbräume geeignet sind. Durch Klick auf die Schaltfläche für den Farbraum sehe ich, dass mir diverse Farbräume angeboten werden. Ich entscheide mich für sRGB, da dies optimal für das Internet ist.

 

Mit der letzten Checkbox Dateigröße beschränken auf könnte ich bestimmen, dass die Bilder eine gewisse Dateigröße nicht überschreiten sollen. Davon nehme ich hier aber Abstand.

Die nächste Rubrik Bildgröße ist dafür da, die Fotos in einer bestimmten Größe auszugeben, sei es in den Pixelmaßen oder aber der Auflösung. Ich könnte z.B. die max. Größe oder aber die max. Kantenlänge bestimmen. Da ich aber an der Größe nichts verändern will, gebe ich lediglich die Auflösung an, und zwar 72 Pixel/Zoll, passend für das Internet.

 

Weiter geht´s mit der Ausgabeschärfe. Hier kann ich zum finalen Schärfen diverse Presets nehmen. Ich setze daher den Haken an der Checkbox Schärfen für und entscheide mich für das Preset Bildschirm, da die Fotos für das Internet bestimmt sind.

 

In der Rubrik Stärke entscheide ich mich für die Option Hoch.

 

Jetzt geht es zu den Metadaten. Ich kann bestimmte Metadaten anhängen und exakt definieren, was im Einzelnen zu sehen sein wird. Arbeite ich mit GPS-Daten, kann ich ferner evtl. vorhandene Positionsinformationen explizit entfernen. Ein Haken an der entsprechenden Checkbox reicht dafür.

 

Hier möchte ich alle Metadaten implementieren und entscheide mich im Ausklapp-Menü für Alle.

 

Im der nächsten Rubrik Wasserzeichen kann ich den Bildern mein Wasserzeichen hinzufügen oder – falls ich noch keins habe – ein solches erstellen.

 

Wenn ihr noch kein Wasserzeichen habt, probiert es einfach mal mit dem Wasserzeichen-Editor von Lightroom. Ich kann entweder mit individuellem Text oder aber mit einer Bilddatei als Wasserzeichen arbeiten, wobei die Vorgehensweise selbsterklärend ist.

 

Da ich in diesem Fall kein Wasserzeichen benötige, mache ich hiervon keinen Gebrauch, navigiere direkt zur Schaltfläche Exportieren und schließe den Exportvorgang damit ab.

Zum Schluss noch ein Tipp:

Nutzt die Möglichkeit, eigene Vorgaben für den Export zu definieren. So könnt ihr viel Arbeit sparen.

Wenn ihr mit euren Einstellungen fertig seid, einfach links unten auf Hinzufügen klicken und der Vorgabe einen Namen geben, auf Erstellen klicken – fertig.

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2 Antworten zu “Bilder exportieren in Lightroom”

  1. G. Gärtner sagt:

    gibt es das Tutorial auch für Lightroom 5 ?

  2. pieter sagt:

    Obwohl ich schon sehr lange fotografiere, bin ich erst vor wenigen Wochen auf das Arbeiten mit RAW umgestiegen. Als sehr hilfreich hat sich in meinem workflow Lightroom erwiesen, wobei die Bearbeitungsmöglichkeiten schon mehr sind, als man sich an einem Sonntagnachmittag erarbeiten kann! :-)

    Gerade deshalb hat mir dieses Tut geholfen – ich wollte schon 200 Bilder von Hand nach JPEG exportieren! Es ist prima erklärt und es bleiben auch keine offenen Frage! Macht weiter so!

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